Gemeinsam für eine Strategie für nachhaltigen Tourismus im Weltnaturerbe Wattenmeer

Rund 70 Vertreter aus den Bereichen Tourismus, Naturschutz, Transport und Wirtschaft haben sich am Donnerstag in Husum zu einem Workshop getroffen, um an einer gemeinsamen Strategie für nachhaltigen Tourismus für die Wattenmeerregion zu arbeiten.

Federführend ist dabei das Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven. Aus der Ernennung des deutschen und des niederländischen Wattenmeeres zum UNESCO Weltnaturerbe erwuchs der Auftrag, eine länderübergreifende Tourismusstrategie zu entwickeln. Auch Dänemark, dessen Wattenmeer bislang nicht zum Welterbe zählt, beteiligt sich an dem Prozess. Zu dem Workshop eingeladen hatten die Nationalparkverwaltung und die Nordsee-Tourismus-Service GmbH.

„Der Tourismus ist in der Wattenmeerregion ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Es muss sicher gestellt werden, dass sich dieser zukünftig nachhaltig und ressourcenschonend entwickelt,“ sagte Constanze Höfinghoff, Geschäftsführerin der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, anlässlich des Arbeitstreffens.

Zum Auftakt am Vormittag fanden im Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk Husum Vorträge statt – unter anderem über den Begriff „nachhaltiger Tourismus“, über den Status bereits begonnener Projekte und Aktivitäten sowie über die Tourismusentwicklung anderer Weltnaturerbestätten. Am Nachmittag beschäftigten sich vier Arbeitsgruppen mit den Themen „Marktforschung, Marketing & Kommunikation“, „Infrastruktur: Öffentlicher Nahverkehr“, „Infrastruktur: Unterkunft & Gastronomie“ und „Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebote“. Die Teilnehmer brachten in den Gruppen Ideen ein, diskutierten Ziele und schlugen Maßnahmen vor, mit denen diese erreicht werden könnten. Zwölf Studierende am Institut für Management und Tourismus an der Fachhochschule Westküste in Heide beteiligten sich ebenfalls an der Diskussion und unterstützten die Organisation des Workshops.

„Unsere Arbeit an der Strategie für nachhaltigen Tourismus hat schon vor einer Weile begonnen, aber es ist uns wichtig, die Akteure in den Regionen einzubeziehen und zu beteiligen. Aktuelle Informationen aufzunehmen, aber insbesondere auch eigene Ideen, Vorschläge und Maßnahmen einzubringen, dazu hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer heute die Gelegenheit,“ sagte Dr. Christiane Gätje von der Nationalparkverwaltung zum Abschluss des Treffens.

Der Workshop wurde im Rahmen des trilateralen Projekts „PROWAD – Protect and Prosper: Sustainable Tourism in the Wadden Sea“ durchgeführt und durch das Interreg IVB Nordseeprogramm teilfinanziert. Auch in Niedersachsen, den Niederlanden und Dänemark fanden bzw. finden Workshops statt. Die Ergebnisse der regionalen Arbeitstreffen fließen im Rahmen des PROWAD Projektes in die Entwicklung der länderübergreifenden Tourismusstrategie für das gesamte Wattenmeer ein.

Quelle: Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein
Foto: CWSS