15.03.2017 | Trilateral Cooperation

Architektenwettbewerb zum Bau des Partnerschaftszentrums in Wilhelmshaven gestartet

Der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel und der Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven Andreas Wagner haben am 15. März 2017 in Hannover den Kooperationsvertrag für das neue „Trilaterale Weltnaturerbe Wattenmeer-Partnerschaftszentrum" in Wilhelmshaven unterzeichnet.

„Gemeinsam mit unseren Nachbarn in Dänemark und den Niederlanden werden wir dem Weltnaturerbe Wattenmeer in der Nordsee weiteren Auftrieb und neuen Schwung geben" sagte Umweltminister Stefan Wenzel. „Die bisher schon erfolgreiche Drei-Länder-Zusammenarbeit zum Schutz des Wattenmeeres bekommt durch das Zentrum eine zusätzliche Aufwertung. Ziel ist es, weitere Partner aus allen gesellschaftlichen Bereichen für den Erhalt des Wattenmeeres zu gewinnen und dessen globale Bedeutung herauszustellen."

Dänemark, Deutschland und die Niederlande haben sich im Rahmen der Trilateralen Wattenmeer-Kooperation im vergangenen Jahr auf den Standort Wilhelmshaven für das künftige Partnerschaftszentrum verständigt, da hier auch bereits das Gemeinsame Wattenmeersekretariat (CWSS) ansässig ist.  Ziel der Arbeit des künftigen Partnerschaftszentrums ist es, den Schutz des Welterbes Wattenmeer über die rein zwischenstaatliche Arbeit hinaus weiter ins Bewusstsein zu rücken und eine weitere internationale Vernetzung zwischen strategischen Partnern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, und Wirtschaft zu fördern. In Wilhelmshaven werden so in einzigartoger Weise Ressourcen und Knowhow gebündelt.

Die Idee, das Partnerschaftszentrum für das Naturerbe auf einer alten Militäranlage mit Bunker zu errichten, hatte erfolgreich Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit BMUB aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus" in Höhe von 4 Millionen Euro einwerben können. Die Gesamtkosten des Bauvorhabens werden auf 7,6 Millionen Euro geschätzt.

Der heute startende Architektenwettbewerb soll die nachhaltige Entwicklung der Wattenmeer-Region fördern. „Das Wattenmeer-Partnerschaftszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Banter Kasernen ist auch ein Statement für Völkerverständigung und das friedliche Miteinander in Europa", sagte Oberbürgermeister Andreas Wagner.