05.10.2017 | Trilateral Cooperation

Weiterer Meilenstein für das Trilaterale Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrum

Der Banter-See-Park wird zum Zentrum der internationalen Wattenmeer-Zusammenarbeit.

Mit dem Bau des Trilateralen Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrums werden die bereits in Wilhelmshaven ansässigen sowie weitere noch zu schaffenden Institutionen trilateralen Wattenmeerzusammenarbeit zwischen Dänemark, Deutschland und den Niederlanden künftig in Wilhelmshaven gebündelt. Heute überreichte Staatssekretärin Almut Kottwitz einen Förderbescheid über 730.000 Euro an Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner. Nach der im letzten Jahr erfolgten Förderzusage des Bundes für den Bau des Partnerzentrums aus Mitteln für nationale Projekte des Städtebaus in Höhe von 4 Millionen Euro wurde somit jetzt seitens des Landes ein weiterer Meilenstein für das Projekt gesetzt.

Mit der Zusicherung der Fördermittel kann nun die Sanierung der verseuchten Boden- und Grundwasserflächen des Technologieparks am Banter See – besser bekannt als Banter-See-Park – gestartet werden. „Damit rückt der Startschuss für das Großprojekt Trilaterales Weltnaturerbe Wattenmeer Partnerschaftszentrum endlich in greifbare Nähe“, freute sich Wagner bei der Übergabe. „Gleichzeitig können wir dank der finanziellen Unterstützung einen weiteren Bereich des Banter Sees von seinen Altlasten befreien und damit das Gebiet grundhaft aufwerten.“ Auf der derzeit brachliegenden Fläche rund um den Bunker soll in den kommenden Jahren das Partnerschaftszentrum entstehen, das die gemeinsame Verwaltungseinheit der drei Wattenmeerländer mit dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat (Common Wadden Sea Secretariat, CWSS), das Wattenmeerforum sowie die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer beherbergen soll.

„Das Geld ist hier sehr gut angelegt“, sagte Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz bei der Übergabe des Förderbescheids. „Mit dem neuen Partnerschaftszentrum leisten wir einen aktiven Beitrag zum Schutz des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe - und das auf ‚sauberem Grund und Boden‘. So verbessern wir die ökologische Situation am Standort und tragen mit dazu bei, dass der gesamte Bereich auch für Freizeitaktivitäten der Menschen nutzbar wird.“

„Das Zentrum ist ein wichtiger Schritt in der weiteren Vertiefung unserer trilateralen Zusammenarbeit“, sagte Rüdiger Strempel, CWSS-Exekutivsekretär. „Mit ihm wollen wir vor allem sektorenübergreifend Verbindungen schaffen – für die nachhaltige Entwicklung der Wattenmeerregion und für den Schutz des Weltnaturerbes und dessen außergewöhnlichen universellen Wertes für zukünftige Generationen.“

Die Konversionsflächen, auf denen ehemals die Marineanlage Bant beheimatet war, weisen Altlasten aus dem zweiten Weltkrieg auf, weswegen entsprechende Fördermittel für das Brachflächenrecycling bei der N-Bank und dem zuständigen Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz beantragt werden konnten. Die Kosten für die Altlastensanierung sind mit 1,8 Mio. Euro veranschlagt, davon sind 1,5 Mio. Euro förderfähig. Der nun überreichte Bescheid über 730.000 Euro deckt einen Förderanteil von 57 Prozent ab.
Der für die Altlastensanierung zuständige städtische Eigenbetrieb Grundstücke und Gebäude der Stadt Wilhelmshaven (GGS) hat bereits mit der technischen Detailplanung für die Sanierung beginnen können. Im nächsten Schritt wird nun alles in die Wege geleitet, um die Maßnahme auszuschreiben. Nach derzeitigem Planungsstand sollen die viermonatigen Sanierungsarbeiten dann nach der erfolgten Vergabe im April 2018 beginnen.

Parallel zur Sanierung des Baugrundes wird bereits an der konkreten Planung des Gebäudes gearbeitet. Hierzu wurde kürzlich ein Architektenwettbewerb gestartet. Die eingereichten Entwürfe werden Ende November erwartet und dann von einer Fachjury geprüft.