Lieblingsplätze

Beinahe jeder, der Zeit im Weltnaturerbe Wattenmeer verbringt, ob als Urlauber oder Einheimischer, nimmt schöne Erinnerungen mit nach Hause. Ein magischer Moment, ein besonderer Ort. Ein überwältigender Sonnenuntergang, die intensive Freude darüber, eine Gruppe Seehunde beim Sonnenbaden beobachten zu dürfen, Ihr Kind, das im Sand spielt....

Beinahe jeder, der Zeit im Weltnaturerbe Wattenmeer verbringt, ob als Urlauber oder Einheimischer, nimmt schöne Erinnerungen mit nach Hause. Ein magischer Moment, ein besonderer Ort. Ein überwältigender Sonnenuntergang, die intensive Freude darüber, eine Gruppe Seehunde beim Sonnenbaden beobachten zu dürfen, Ihr Kind, das im Sand spielt... info@waddensea-worldheritage.org.

Bei Cuxhaven

Spiekeroog: längste Insel-Liebe

"Ich liebe das Wattenmeer bei Cuxhaven. Hier komme ich immer zur Ruhe, kann meine Seele baumeln lassen und finde wieder zu mir selbst in unserer hektischen Zeit. Ich genieße mit allen Sinnen die endlose Weite der Natur, die mich umgebende Ruhe, und den einzigartigen Boden unter meinen Füßen. Und manchmal scheint es, als sei man nicht mehr auf dieser Erde.

Ich liebe es, barfuß das Watt zu erkunden, saubere Luft zu atmen, nur die Möwen zu hören und den kräftigen Wind zu spüren. Dazu kommt noch eine leichte Melancholie und Fernweh, wenn man sieht, wie die aus der Elbe kommenden Schiffe in die Nordsee fahren. Am Wattenmeer kann man Eins­sein mit der Natur, wie es nur an wenigen Orten der Erde möglich ist. Und das sollte jeder einmal erlebt haben... "

Andreas Dengs, Essen (Ruhr)

Zwischen Schlüttsiel und Hallig Langeness

"Wunderbare Weite, Salzluft in der Nase, Möwen kreischen - Alltag, Hektik und Sorgen bleiben auf dem Festland zurück und mit jedem Stampfen des Schiffsmotors fällt ein Stück Anspannung von mir ab. Ich liebe die Überfahrt von Schlüttsiel zur Hallig Langeneß, gemeinsam mit Friesen, Rindern und anderen Halligfans!"
Ilka

St. Peter-Ording

"Ich mag Matsch. Es ist ein tolles Gefühl, sich mit dem ganze Körper hinein zu schmeißen, mit den Fingern darin zu wühlen oder ihn sogar zu essen. Wenn ich genug habe, spülen Mama und Papa mich einfach in der Nordsee ab. Die mögen lieber Sand haben. Am Strand von St. Peter-Ording gibt es Sand und Matsch satt."
Artur, 1 year old, lives near Husum

"Am Anleger: Freunde mit lachenden Gesichtern und rostigen Anhängern hinter alten Fährrädern winken aufgeregt. Freude, Umarmungen, fast wie zu Hause. Erster Gang ans Meer: Da ist es, stürmisch, sanft, Wellen berühren die Füße, durchatmen ... angekommen. Bekannte Orte, jedes Jahr neu: Wanderung zur Ostplate, an der die Insel immer weiter gen Osten wandert, Wege weisen den Weg durch geschützte Zonen, brütende Austernfischer schimpfen laut.

Auf dem Rückweg ein Blick ins Wattenmeerhaus an der Herrmann-Lietz-Schule: Genau richtig, um sich zu stärken für den Rückweg zum Inseldorf, vorbei am Künstlerhaus. Viel ist in Bewegung auf Spiekeroog. Was bleibt ist das Meer, der Wind, Dünen, Salzwiesen, Watt, surrende E-Karren, Ruhe und meine längste Liebe."

Marita

Auszug aus meinem Logbuch:

"Mo, 7. September 2009, Dorum. Schönes Spätsommerwetter. Wetterbericht sagt Süd bis Südwest 4 an. Will um 12 Uhr auslaufen, aber es ist noch nicht genug Wasser da. Um 12.30 Uhr schwimme ich frei und kann auslaufen. Habe mir die Zufahrtsrinne zum Hafen von Dorum bei Ebbe angesehen. Sie ist schmal und hat steile Kanten. Die Priggen zeigen den Verlauf gut an. Die ersten Fischkutter kommen mir entgegen. Bei der Tonne Dorum setze ich die Segel, vorsichtshalber mit einem Reff. Mache gute Fahrt mit achterlichem Wind. Der Deich am Horizont. Nach Norden, weit weg, die Silhouetten ein- und auslaufender Frachter in der Außenelbe. Ruhe. Drei Fischkutter aus Dorum, zwei aus Spieka begegnen mir, sonst bin ich allein auf der riesigen Wasserfläche des Watts.

Zwei Stunden nach Hochwasser bin ich vor dem Wattenhoch bei Neuwerk. Das Wasser läuft schon kräftig ab, die Fahrrinne könnte zu flach sein. Ich muss ankern und auf die nächste Flut warten. Bei Tonne 20 liege ich gut geschützt durch eine Sandbank. Neuwerk flimmert in der Sonne. Die Hotels am Festland sind gut zu erkennen. Nur Möwen- und Austernfischergeschrei ist zu hören. Langsam tauchen die Sandbänke auf. Ein Seehund schwimmt in ca. 5 Metern Entfernung und guckt neugierig. Abendessen bei Sonnenuntergang im Cockpit."

K. Siebersen (der 70-jährige Einhand-Segler mit Heimathafen Abbenfleth bei Hamburg segelt regelmäßig im Wattenmeer.)